Hinterradein- und ausbau GN (AJ)

Hinterradausbau:

Hier mache ich mir die kleine Mühe, den Splint und die Schraube zu entfernen, die den Bremssattel mit der Drehmomentstütze verbindet (SW 14). Dann Achsmutter (SW 22) abdrehen und Achse rausziehen bis der Bremsträger freikommt. Ein Brett unter das Rad schieben, damit die Achse nicht zu sehr kippt. Den Sattel von der Scheibe abnehmen und mit Draht z. B. am Helmträger unter der Sitzbank aufhängen. Dabei den Bremsschlauch aus der Blechhalterung drücken. Das Rad hat so mehr Platz beim Ausbau und man hat zum späteren Wiedereinfädeln der Scheibe in den Sattel die Hände frei. Distanzstück unter dem Bremsträger abnehmen und Achse rausziehen. Rad nach vorn drücken, Kette abnehmen und auf der Schwinge ablegen (Lappen!). Rad rausrollen.
Ein Stück Holz oder Plastik in Bremsscheibenstärke, zwischen die Beläge gelegt, verhindert das Herauswandern der Kolben, wenn jemand versehentlich bei ausgebautem Hinterrad aufs Bremspedal tritt.

Hinterradeinbau:

Die Kettenspanner mit Krepp- oder Isoband in ihrer Stellung fixieren, dann sind sie da, wo man sie erwartet, wenn man mit der einen Hand das Rad festhält und mit der anderen die Achse einschieben will. Rad in die Schwinge einfädeln, dabei die Drehmomentstütze etwas anheben. Kette auflegen und Achse durchschieben, bis sie mit dem aufgesetztem Distanzstück bündig abschließt. Ein Brett unter dem Reifen sorgt dafür, daß die Achse dabei nicht zu sehr kippt, wenn man das Rad losläßt. Beim Aufsetzen des Bremssattels auf die Scheibe die Beläge vorsichtig mit einem sauberen Schraubendreher o. ä. spreizen, da sie bei fehlender Scheibe nach innen kippen. Bremsträger und Rad gegeneinander ausrichten, Achse duch Bremsträger und Kettenspanner schieben und Mutter ansetzen. Drehmomentstütze wieder befestigen, Splint nicht vergessen! (Benutzte Splinte möglichst nicht wiederverwenden! Ein Dauersplint kostet auch nicht die Welt.) Dabei die Mutter nach dem Aufliegen nur gefühlvoll anziehen, bis das erste Loch für den Splint passt. Die anschließende Kontrolle/Justierung der Kettenspannung sollte hierbei obligatorisch sein, auch wenn die Spanner (SW 12) beim Ausbau nicht verstellt wurden. Wenn man eh’ schon mal dran ist... Nach dem Festziehen der Achsmutter (50-80 Nm) ggf. Splint einsetzen und die Spannermuttern etwa eine ¼ Umdrehung anziehen.

Geschrieben von arndtchen

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